Der Anschlußpunkt muß so konzipiert werden, dass er sicher, gebrauchstauglich, dauerhaft und wartungsarm ist. Große Kräfte müssen konzentriert eingeleitet werden! Gleichzeitig ist die Beweglichkeit in allen Richtungen sicherzustellen, um eine Ermüdung des sehr ermüdungssensitiven, hochfesten Abspannseils zu vermeiden.

Der früher übliche Anschluß führte wegen des sehr steifen Kraftweges zwischen Lochrandverstärkung und unterer Ringsteife zu erheblichen Beanspruchungen im diesem Bereich.

Bei ungenauer Passung zwischen Seilanschlußblech und Ringsteifen treten hier zusätzlich Klaffungen auf, die durch die Schweißnaht überdeckt werden müssen. Hierdurch entsteht ebenfalls eine erhebliche Ermüdungsgefahr im Anschlußbereich.

Die Ermüdung ist häufig durch beginnende Korrosion in diesem Bereich zu identifizieren (Bild rechts).

Die Schweißnähte sind außerdem nicht prüfbar.

                                                                                              Korrosion zeig Ermüdungsgefahr an

Besser ist deshalb eine Konstruktion wie rechts dargestellt. Nur eine Ringsteife verhindert das Passungsproblem. Die Nähte der Rückseite können Ultraschall geprüft werden. Über die Biegeweichheit des Bleches kann sich ein Auflagerdrehwinkel einstellen, so dass die Seilquerbeanspruchung reduziert wird.

 

Die Blechdicke wird durch die Forderung der Übertragung der Seilquerkräfte gesteuert. Hier gibt es häufig die Notwendigkeit, die Blechdicke zu vergrößern, was der oben geforderten Weichheit widerspricht.

 

 

 

 

 

 

 

Deshalb werden häufig Kardangelenke eingebaut. Diese müssen direkt am Anschluß sitzen, sonst sind sie wirkungslos. Die nebenstehende Lösung verwendet 2 Seilanschlußbleche und reduziert damit die Beanspruchung der Bleche aus der Seilquerkraft. Das Kardangelenk ist durch zwei senkrecht aufeinander stehende Bolzen in kurzem Abstand realisiert.

 

Die Lösung ist vergleichsweise aufwendig.

 

 

 

 

 

 

 

Als beste und auch wirtschaftlichste Lösung erscheint die Ausbildung mit zwei Seilanschlußblechen und einem mittleren Herzblech, dessen Lochbohrung auf der Kontaktseite ballig bearbeitet ist. Disstanzstücke oder Tellerfedern halten das Herzblech in der mitteleren Position.

 

Bolzenbiegung beachten!